Letzte Aktualisierung am: 25.05.2012





























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Artikel zu aktuellen Gesundheitsthemen von
Dr.Eberhard Römhild:



Mai 2012
Wenn die Welt sich dreht


Sind es Herzrhythmusstörungen oder die Medikamente? Ist das Gleichgewichtsorgan gestört oder schwankt der Blutdruck? Die Auslöser für Schwindelanfälle sind äußerst vielfältig, und auch die Art der auftretenden Schwindelprobleme variiert.

Schwindel ist nach Kopfschmerzen das zweithäufigste Gesundheitsproblem. Bei dem einen Patienten scheint sich die Welt im Kreis zu drehen, ein anderer hat das Gefühl, der Boden schwanke unter seinen Füßen, bei anderen wieder tritt das Gefühl zu sinken oder zu schweben auf und schließlich gibt es noch das Gefühl des Taumelns.

Bei so vielen möglichen Ursachen ist der Arzt auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen, um den Grund der Krankheit zu ermitteln – und damit auch die richtige Behandlungsmöglichkeit zu finden.

Schwindel entsteht immer dann, wenn das Orientierungssystem des Körpers gestört ist. An diesem System sind die Augen, der Gleichgewichtssinn und die so genannte Tiefen-wahrnehmung beteiligt.

Der Gleichgewichtssinn wird im Wesentlichen durch ein bogenförmiges Gebilde im Ohr bestimmt: dem so genannten Vestibularapparat.Er enthält eine Flüssigkeit und Sinneszellen, die Veränderungen der Lage von Kopf und Körper erfassen und diese Signale an das Gehirn weiterleiten.

Die Tiefenwahrnehmung als dritter Faktor erfasst durch Rezeptoren im Inneren des Körpers Informationen über die Muskelanspannungen oder die Gelenkstellungen. Dies hilft dem Gehirn, festzustellen, in welcher Lage sich bestimmte Körperteile befinden – ob wir zum Beispiel sitzen oder Schlittschuh laufen.

Werden nun von den einzelnen Bestandteilen des Orientierungssystems widersprüchliche Informationen übermittelt, kann Schwindel auftreten. Durch Depression, Angststörung oder Phobien ausgelöste Schwindelerkrankungen sind in 30 bis 50 Prozent aller Fälle anzunehmen.

Es können auch körperliche Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Unterzuckerung bei Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen Auslöser sein. Und nicht zuletzt können Medikamente, wie sie etwa gegen Übelkeit, Bluthochdruck, Muskelverkrampfungen oder Depressionen verabreicht werden, diesen verursachen.
Die Behandlung richtet sich stets nach der Ursache. Bei bestimmten Schwindelerkrankungen kann ein Schwindeltraining helfen.



März-April 2012
Cola bei Durchfall?
              
          
Cola und Salzstangen bei Durchfall? Na klar, werden viele sagen, die auf das beliebte Hausmittel schwören. Doch seit längerem bestehen ernsthafte Bedenken, ob diese Therapie bei Diarrhö (Durchfall) sinnvoll ist.

Eine bessere Alternative als Cola und Salzstangen, um die durch den Darm entwichenen Elektrolyte als auch die Flüssigkeit wieder aufzufüllen, sind ausgewogene Elektrolytlösungen, die es in der Apotheke gibt. Sie enthalten alle Stoffe in der richtigen Menge, die dem Körper bei einer Durchfallerkrankung verloren gehen.

Heftiger Durchfall kann besonders für kleine Kinder und ältere Menschen gefährlich werden, denn sie können den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust weniger gut kompensieren. Doch gerade Kinder mögen oft die salzig-süße Elektrolytlösung nicht. Also greifen doch viele Eltern auf die altbewährten ‚Hausmittel’ zurück. Dann aber sollte die Cola aufgrund ihres hohen Zuckergehalts zumindest im Verhältnis 1:2 mit Wasser verdünnt werden, weil sie sonst zusätzlich Flüssigkeit ausschwemmt. Die Salzstangen führen zwar Salz wieder zu, aber eben nur Kochsalz, alle weiteren mit dem Durchfall ausgeschwämmten Stoffe nicht.

Durchfall-Patienten sollten viel trinken, zum Beispiel mit Traubenzucker gesüßte Tees (Kamille, Fenchel, Anis-Fenchel-Kümmel, dünner schwarzer Tee) oder auch Heidelbeersaft, ein weniger bekanntes Hausmittel. Gegessen werden kann eine dünne Karottensuppe, Zwieback, Toast, Knäckebrot, Kartoffelbrei ohne Milch, eine zerdrückte Banane oder Reis.

Auf jeden Fall sollte die Nahrung milch- und fettfrei sein. Erwachsene können bei akutem Durchfall ein Medikament aus der Apotheke einnehmen, das die Arbeit des Magen-Darm-Trakts hemmt und maximal zwei Tage bei Selbstbehandlung eingenommen werden darf. Auch für Kinder gibt es geeignete Präparate.

Findet man Beimengungen von Blut oder Schleim, bei hohem Fieber, anhaltenden Bauchschmerzen und häufigem  Durchfall über zwei bis drei Tage sollte ein Arzt aufgesucht werden. Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren sollten bei Durchfall in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden.  



Februar 2012
Passionsblume gegen Stress


Die in den Subtropen beheimatete Passionsblume bringt nicht nur beeindruckend schöne Blüten hervor sondern überzeugt auch durch ihre vielseitigen Wirkungen. Von den mehr als 530 verschiedenen Passiflora-Arten wird nur Passiflora incarnata arzneilich verwendet.

Sie wird in der Phytotherapie in Form von Tees, Tabletten oder Tinkturen gegen nervöse Unruhe, Anspannung, Reizbarkeit oder Angstzustände und damit zusammenhängende Schlafstörungen eingesetzt. Für die Wirkung dieser Pflanze sind Flavonoide, Cumarinderivate und Spuren von ätherischem Öl verantwortlich. Diese Inhaltsstoffe haben einen Einfluss auf den Neurotransmitter Gamma-Aminobutter-Säure. Dieser hemmt überschießende Nervenimpulse und wirkt somit erregungsdämpfend und regulierend auf die  Nervosität. So werden Ängstlichkeit, Gereiztheit und nervöse Anspannung deutlich vermindert und ein entspanntes Einschlafen gefördert.

Produkte, die Passiflora enthalten, lassen sich gut bei stressbedingten Beschwerden wie Herzklopfen, Schwindel und Schweißausbrüchen einsetzen. Bei nervösem Herzen oder im hektischen Alltag wirken sie sanft ausgleichend. Konzentration und Gelassenheit werden gefördert. Auch bei stressbedingtem Bluthochdruck  lindert Passiflora durch ihre krampflösenden Eigenschaften die erhöhte Herzfrequenz und senkt die Blutdruckwerte. Da die Wirkung der Passionsblume mild ist, eignet sich ihr Einsatz auch in der Kinderheilkunde, etwa als Zäpfchen oder Globuli zur Beruhigung.

Auch bei Wetterfühligkeit, Kreislaufstörungen und Wechseljahresbeschwerden hat sich die Anwendung bewährt. Passiflora-Produkte haben eine gute Verträglichkeit und keine bekannten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Sie können durchaus über einen längeren Zeitraum angewendet werden, da kein Abhängigkeitspotenzial vorhanden ist.

Passiflora wird gerne in Kombination mit anderen beruhigenden Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen, Melisse, Johanniskraut oder Weißdorn eingesetzt. Durch diese Kombinationen kann man die Wirkung noch verbessern.
Über die für Sie geeigneten Produkte gibt Ihnen Ihre Apotheke gerne weiterführende Tipps.



Januar 2012
Kupfer stärkt Nerven und Abwehr
        
Es gibt Menschen, die täglich ein kleines Gläschen Wermut, Portwein oder Sherry trinken und sagen, das sei gesund. Und da ist tatsächlich etwas dran. Denn 50 ml enthalten bis zu zehn Milligramm Kupfer, ein Spurenelement, das lebensnotwenig ist.

Rund 100 bis 120 Milligramm stecken im Körper, das meiste in der Leber, den Knochen und den Muskeln. Kupfer ist notwendig für den Schutz der Zellen vor freien Radikalen, denn es aktiviert zusammen mit Zink eines der wichtigsten Enzyme im Körper (SOD).

Es spielt unter anderem eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung von Immunglobulinen, die für das Immunsystem wichtig sind. Außerdem hilft es bei der Umwandlung einer Aminosäure, die wiederum für die Bildung des Pigmentes Melanin zuständig ist und somit für den Schutz der Haut.

Zusammen mit dem Enzym Thyrosinase hält Kupfer den Stoffwechsel der Schilddrüse im Gleichgewicht und sorgt dafür, dass die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin sich auf einem ausgeglichenen Level bewegen. Das Spurenelement ist also wichtig für eine Beruhigung der Nerven und für die Verarbeitung von Stress.

Das Elektrolyt Kupfer regt den Stoffwechsel an und hilft so bei der Gewinnung von Energie. Deshalb ist es auch für die geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von besonderer Bedeutung.

Ein Mangel an Kupfer macht sich durch Blutarmut, Pigmentstörungen von Haut und Haaren, Elastizitätsverlust der Blutgefäße, verminderte Knochendichte, Immun- oder Antriebsschwäche, erhöhte Schmerzempfindlichkeit oder eine Unterfunktion der Schilddrüse  bemerkbar.
Ein Mangel kann durch Rauchen, einseitige Ernährung, Funktionsstörungen der Nieren oder des Darms, übermäßige Zink- und Vitamin C-Zufuhr, oder eine Kortison-Therapie hervorgerufen werden.

Kupfer ist außer in den genannten Getränken noch in sauren Gurken, Haselnüssen, Getreide aber auch in Austern und Krustentieren enthalten.




Dezember 2011
Schlafprobleme

Schlafentzug wird als Foltermittel eingesetzt und genau daran sieht man, wie sehr Menschen darunter leiden nicht schlafen zu können.

Wer heutzutage Probleme hat, einzuschlafen, durchzuschlafen oder wer morgens zu früh aufwacht, ohne wirklich ausgeschlafen zu sein, ist spätestens nach ein paar Tagen gereizt, erschöpft und kann sich nicht mehr konzentrieren. Kopfschmerzen und Magenprobleme stellen sich ein. Der Schlaflose fühlt sich krank, ist häufiger als andere beim Arzt und öfter krankgeschrieben.

Der Wunsch zu schlafen ist so groß, dass Betroffene sich selbst unter Druck setzen, nachts immer wieder auf die Uhr schauen und versuchen, sich zum Schlafen zu "zwingen". Doch in der Regel hilft das nichts. Deshalb raten Experten, nach 20 Minuten, in denen man keinen Schlaf gefunden hat, wieder aufzustehen.

Manch einem hilft es, ein paar Minuten zu lesen und leise bei gedämpftem Licht Musik zu hören. Ein wunderbares Einschlafmittel ist für andere das leise Gemurmel eines Hörbuches. Wieder andere schaffen es mit einer Entspannungs-CD und progressiver Muskelentspannung oder einem abendlichen Bad und einem Glas warmer Milch.

Pflanzliche Mittel wie Melisse, Baldrian, Hopfen und Passionsblume können das Einschlafen erleichtern. Sie haben kein Abhängigkeitspotential. Lassen sich die Schlafstörungen damit nicht beheben, sollte besser ein Arzt aufgesucht werden. Möglicherweise steckt eine psychische Belastung dahinter, beispielsweise durch Stress oder durch Beziehungsprobleme.
Wichtig ist es auch, für ein angenehmes Schlafklima zu sorgen. Das Schlafzimmer sollte nicht zu warm sein (ca. 16 Grad Celsius), die Matratze bequem, der Raum abgedunkelt und vor Lärm geschützt.

Vermeiden sollte man schwere, fettige Speisen am Abend, reichlich Alkohol und Kaffee. Empfehlenswert ist es, einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzuhalten, also abends immer um die gleiche Zeit ins Bett zu gehen und morgens zur gleichen Zeit aufzustehen. Die Dauer des Schlafes muss keine acht Stunden betragen. Es gibt Menschen, die weniger Schlaf benötigen und bereits nach fünf bis sechs Stunden ausgeschlafen sind.



November 2011
Mitmachen beim GrippeWeb    

Die Grippesaison ist im vergangenen Jahr milde verlaufen, und auch dieses Jahr hoffen die Experten auf wenige Erkrankungen. Trotzdem sollten Menschen mit erhöhtem Risiko für Ansteckung oder Influenza-Kompli-kationen die jährliche Grippeimpfung wahrnehmen.

Mit dem GrippeWeb vom Robert Koch-Institut (RKI), gibt es seit diesem Jahr ein neues Instrument zur Beobachtung des Grippe-Geschehens das sich besonders an die Mitarbeit der Bevölkerung richtet. Bisher haben sich etwa 1.400 Teilnehmer registriert. Sie erhalten wöchentlich eine E-Mail, in der sie gefragt werden, ob in der vergangenen Woche ein Atemwegsinfekt aufgetreten sei. Wenn ja, dann gibt es weitere Fragen zum Krankheitsverlauf. Ebenso wird gefragt, ob ein Arzt aufgesucht wurde.

Die bisher erhobenen Daten zeigen, dass die Hälfte aller registrierten Kinder in den Sommermonaten mindestens zwei akute Erkältungsinfekte hatte. Über alle Teilnehmer gerechnet sind Erkältungen dreimal häufiger als grippeähnliche Erkrankungen. Bei Erkältungen geht nur jeder fünfte Betroffene zum Arzt, bei grippeähnlichen Erkrankungen ist es immerhin jeder dritte.

Gerade mit Blick auf die bevorstehende Grippesaison bittet das RKI um Teilnahme am GrippeWeb, das sich zu einem wichtigen Baustein in der Überwachung der Grippe-Situation entwickeln könnte.

Worin besteht der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung? Die meisten Atemwegsinfekte gehören zur Gruppe der Erkältungen, die besonders in den Herbst- und Wintermonaten vorkommen. Sie beginnen meist schleichend, die Körpertemperatur steigt eher mäßig und häufig steht ein Schnupfen im Vordergrund. In dieser Zeit bekämpft das körpereigene Abwehrsystem die Viren: Der Husten und die laufende Nase befördern die Viren wieder aus dem Körper. Und wenn Fieber dazukommt, bedeutet das, dass das Abwehrsystem gegen die Erreger arbeitet.

Die "echte” Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus ausgelöst, das durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen und Hände schütteln weitergegeben wird. Die Virusgrippe verläuft bei hohem Fieber deutlich schwerer. Besonders kleine Kinder und ältere oder chronisch kranke Menschen können schwer erkranken.
Man kann sich gegen Influenza durch die jährliche Grippeimpfung schützen.
Das GrippeWeb finden Sie unter: www. grippeweb.rki.de.



Oktober 2011
Herzinfarkt? Nein danke !    

Die Zahl der Menschen, die an einem Herzinfarkt sterben, wird in den kommenden 50 Jahren vermutlich deutlich steigen.. Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress sind die Hauptrisikofaktoren.

Man bekommt diese ganz gut in den Griff, wenn man sein Gewicht reduziert, das Rauchen aufgibt und für ausreichend Bewegung sorgt. Beispielsweise nach der Methode von „Leichter leben in Deutschland“. Zusätzlich empfiehlt es sich, vorbeugend Vitalstoffe einzunehmen, die Ihre Gesundheit positiv beeinflussen.

Neben Vitaminen, Fettsäuren und Ballaststoffen sollte dabei eine ganz wichtige Aminosäure nicht vergessen werden. Bei Arterienverkalkung, Bluthochdruck, erhöhten Homocysteinwerten und Diabetes mangelt es nämlich an Arginin, das gefäßerweiternde Wirkung besitzt und die Innenwand der Blutgefäße vor verstärkter Ablagerung durch Plaques schützt.

Gute Arginin-Quellen sind Nüsse, Fleisch, Fisch, Sojaprodukte sowie Getreide. Allerdings reicht das über die Nahrung aufgenommene Arginin bei Herz-Kreislauf-Risikopatienten nicht aus, um eine schützende Wirkung zu entfalten, so dass eine ergänzende Einnahme Sinn macht.
Arginin sollte immer mit den B-Vitaminen Folsäure, B6 und B12 kombiniert werden, denn diese ergänzen sich optimal und greifen in die Prozesse, die zu Arterienverkalkung führen, aus verschiedenen Richtungen ein. So steigert Folsäure die Produktion des wichtigen Botenstoffes Stickstoffmonoxid, die bei Arterienverkalkung vermindert ist. Gleichzeitig wird der Homocysteinspiegel gesenkt.

Erhöhtes Homocystein ist ebenfalls ein Risikofaktor für die Entstehung einer Arteriosklerose. Insbesondere Diabetes-Patienten, die von Natur aus ein hohes Arterioskleroserisiko haben, profitieren von einer diätischen Behandlung mit Arginin und Folsäure.

Erforscht hat dies der Medizin-Nobelpreisträger Dr. Louis Ignarro, der zur Rolle von Arginin und Stickstoffmonoxid umfangreiche Publikationen veröffentlicht hat. Wirkstoffkombinationen dieser Herzschutzmittel erhalten Sie in Ihrer Apotheke.  



September 2011
Eis, Arnika und Beinwell    

Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen und Blutergüsse werden durch stumpfe Verletzungen hervorgerufen. Als erste Maßnahme direkt nach der Verletzung wird zunächst die „PECH“-Regel empfohlen: Pause, Eis, Compression und Hochlagern.

Eis oder Kühlpacks sollten aber nicht direkt auf die nackte Haut gelegt, sondern besser in ein Handtuch oder einen Waschlappen eingewickelt werden.
In der Naturheilkunde greift man bei stumpfen Verletzungen aller Art häufig zu Arnika. Arnika-Essenz kann in Verdünnung als Umschlag auf die betroffenen Stellen aufgebracht werden.
Zusätzlich kann  Arnika in homöopathischen Dosen eingenommen werden. Die Arnikablüten wirken entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd.

Auch die Wurzeln oder die Blätter vom Beinwell können bei allen stumpfen Verletzungen zur Anwendung kommen. Klinische Studien bestätigen die gute Wirksamkeit sowie Verträglichkeit. Zu empfehlen ist jedoch nur eine äußerliche Anwendung, da die Heilpflanze als leberschädigend gilt.

Bei Blutergüssen gibt es drei weitere pflanzliche Wirkstoffe, die Beschwerden lindern: Kampfer, Johannis-kraut-öl und Rosskastaniensamen. Letztere sind als Salben oder Gele in der Apotheke erhältlich. Sie sollten mehrmals täglich dünn aufgetragen und einmassiert werden. Eine Kombination mit Arnikablüten oder Rosmarinöl kann die Wirkung noch verstärken.
Eine feucht-heiße Kompresse aus Heublumen eignet sich zur Behandlung von Prellungen und Quetschungen. Sie kann als Fertigarznei gekauft werden. Nachdem sie über Wasserdampf erhitzt wurde, lässt man sie wieder etwas abkühlen. Sie wird auf die betroffene Stelle gegeben und mit einem Leinentuch fixiert. Darüber wird ein Wolltuch gewickelt.

Über die besten Verwendungsmöglichkeiten der pflanzlichen Wirkstoffe lassen Sie sich in der Apotheke beraten!



Juli - August 2011
Preiselbeeren gegen Blasenkeime                      

Blasenentzündungen sind lästig, schmerzhaft und kommen immer wieder. Besonders für Frauen stellen sie ein Problem dar. Sie sind von Natur aus benachteiligt, weil ihre kurze Harnröhre den Bakterien den Aufstieg in die Blase einfach macht. Wer einmal eine solche Entzündung hatte, hat meist eine empfindliche Blase, die vor allem auf Kälte reagiert. Auch im Sommer, wenn die Bikinihose noch nass ist.

Die wiederholte Behandlung mit Antibiotika zieht leicht Pilzinfektionen nach sich, denn Antibiotika wirken nicht nur auf den urologischen, sondern auch auf den genitalen Bereich und vernichten die dort natürlich vorkommenden Lactobazillen. Das führt zu Störungen im Säurehaushalt der Scheide, was Pilzinfektionen begünstigen kann.
Wichtig ist Hygiene auch nach dem Stuhlgang, damit Colibakterien aus dem Darm nicht in die Blase gelangen. Hier empfiehlt sich die Anwendung einer dem Alter angepassten Intimwaschlotion.

Man kann Blasenentzündungen mit einigen Vorsichtsmaßnahmen vorbeugen. Vermieden werden sollte das Sitzen auf kaltem Untergrund, ein allgemeines Auskühlen des Unterleibs, insbesondere auch der Füße. Kalte Füße führen reflektorisch zu einer Minderdurchblutung des Unterleibs. Deshalb heißt es  im Sommer nach dem Baden: raus aus den nassen Sachen!

Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, kann noch etwas weiteres versuchen: Wie Wissenschaftler entdeckt haben, kann der Saft der Preiselbeere und der verwandten amerikanischen Cranberry ein Anhaften der Keime in den Harnwegen verhindern. Schon rund 50 ml Saft täglich reichen aus, um einem Infekt vorzubeugen. Wird dazu wird reichlich Flüssigkeit getrunken ( ca. 2 Liter täglich ), dann werden die Bakterien aus der Harnröhre herausgespült. Dies  ist zwar kein 100prozentiger Garant dafür, dass keine Harnwegsentzündungen mehr auftreten, doch wird die Anfälligkeit stark vermindert.
Wer den Saft nicht mag, kann ein Konzentrat von Cranberry-Extrakt in Kapselform nehmen. Alle genannten Produkte und die Beratung bekommen Sie in der Apotheke.



Juni 2011
Gefährlichem Darminfekt vorbeugen

Um eine Ansteckung mit dem gefährlichen EHEC-Durchfall-Erreger zu vermeiden, rät die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zu besonderer Vorsicht. In den vergangenen Wochen erlitten ungewöhnlich viele Menschen in Deutschland eine schwer verlaufende Infektion durch das enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterium. Die DGIM empfiehlt, Lebensmittel – insbesondere Obst und Gemüse – gründlich zu waschen, wenn möglich sogar zu kochen oder zu braten, da Keime anhaften könnten. Ob Frauen tatsächlich empfänglicher für eine Ansteckung mit dem Darmbakterium sind als Männer, ist bisher nicht nachgewiesen. Menschen mit Blut im Stuhl rät die DGIM, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

Die Folgen eines EHEC-Infekts sind Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall. Derzeit tritt hierzulande gehäuft der besonders schwere Verlauf der Infektion auf: das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Es geht mit Blutarmut und Nierenversagen einher und kann tödlich enden. Bei Säuglingen und Kleinkindern wirkt es sich mitunter besonders gravierend aus.

Doch bei den akuten Fällen erkranken vor allem erwachsene Frauen. Die hohe Zahl schwerer Verläufe und das eher untypische Erkrankungsalter erhöhen die Brisanz der aktuellen Situation und machen die Suche nach der Quelle des Erregers besonders dringlich.
Denn bezüglich der Quelle der Ansteckung ist bislang nichts erwiesen: Hinweise darauf, dass sich EHEC-Patienten über Obst und Gemüse infizieren, sind nicht bestätigt. Dies sei lediglich anzunehmen, weil sich derzeit vorrangig Frauen anstecken, was mit der Reinigung von Lebensmitteln zusammenhängen könne. Verringern können Verbraucher das Risiko, indem sie Lebensmittel erhitzen. Diese müssen im Inneren zehn Minuten lang eine Temperatur von mindestens 70 Grad Celsius erreichen. Zudem sollten leicht verderblich Lebensmittel im Kühlschrank lagern.

Laut Robert-Koch-Institut meldete Norddeutschland die Mehrzahl der Fälle, inzwischen liegen auch noch unbestätigte Meldungen aus Süd- und Ostdeutschland vor. Bemerken Menschen Blut im Stuhl oder blutigen Durchfall, sollten sie dies unbedingt und ohne zu zögern ärztlich abklären lassen.

Darmbakterien der Gattung Eschericha coli verursachen häufig Durchfälle, wobei die enterohämorrhagischen Stämme besonders gefährlich sind. Denn sie können sich in der Darmwand festsetzen und erzeugen zudem Gifte, die Nerven und Blutzellen schädigen. Hauptquelle für Erreger sind Wiederkäuer wie Kühe oder Schafe. Sie tragen die Keime im Darm. Menschen nehmen die Bakterien in der Regel mit rohem Fleisch oder Rohmilch auf, was jedoch nicht die Ursache der aktuellen Fälle zu sein scheint.



Mai 2011
Das Coenzym Q10

Coenzym Q 10 ist eine vitaminähnliche Substanz, die der Körper täglich benötigt. Sie ist in allen Zellen vorhanden, der höchste Q 10 - Gehalt findet sich im Herzen. Q10 hat die wichtige Aufgabe, Energie aus der Nahrung in Energie für den Körper umzuwandeln.
Gleichzeitig ist Q 10 ein wichtiges Antioxydans. Es kommt direkt in der Zellen vor und unterstützt deren Gesunderhaltung. Jüngere, gesunde und ausgewogen ernährte Menschen decken ihren täglichen Bedarf aus der Nahrung und durch die körpereigene Produktion.
Ab einem Alter von 35 nimmt die Q 10 Konzentration in den Zellen kontinuierlich ab, bedingt durch Belastung, oxydativen Stress oder die Einnahme von Medikamenten gegen erhöhtes Cholesterin im Blut.

Diese Medikamente, Statine oder CSE-Hemmer genannt (z.B. Locol, Cranoc,  Simvastatin, Simvahexal, Pravastatin) senken nicht nur den Cholesterinspiegel. Sie hemmen auch die körpereigene Produktion von Q 10. Häufig klagen Patienten über die daraus folgenden Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Muskelschmerz und muskulären Schmerz am Herzen.
Durch Einnahme von täglich 1 Kapsel mit 30 mg Q 10 kann dieser Mangel ausgeglichen werden, die Nebenwirkungen verschwinden weitgehend.

Aber Coenzym Q 10 hat noch weitere Effekte: Eine interessante, 2007 erschienene Studie zur Migräneprophylaxe belegt, dass mit einer täglichen Gabe von 150 mg Q 10 die Attackenhäufigkeit bei Migräne, die Anzahl der Tage mit Kopfweh und die Tage mit Übelkeit signifikant vermindert werden kann. Dies gelingt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen erfolgreich mit der gleichen Dosierung.

Auch in den Hautzellen findet mit zunehmendem Alter eine deutliche Reduzierung der Q 10 Konzentration statt. Deshalb sind seit einigen Jahren Kosmetikprodukte mit Coenzym Q 10 ein Verkaufserfolg geworden. Noch wirksamer ist die zusätzliche Einnahme von täglich 60 mg Q 10. Innerhalb von Wochen wird die Fläche und die Tiefe der Falten um ca. ein Drittel reduziert!
Eine Kombination mit anderen Vitaminen und Antioxydantien macht Sinn. Einnehmen sollte man aber nur Kapseln mit natürlichem, fermentiertem Coenzym Q 10. Synthetisches Q 10 ist billiger, aber wirkungslos. Ihre Apotheke berät Sie.



März - April 2011
Endspurt für die Abwehr

Der Winter ist bald überstanden, Körper und Geist stellen sich auf den Frühling ein. Doch gerade jetzt, nachdem der Organismus über Monate hinweg Bakterien und Viren bekämpfen musste, drohen noch einmal Infekte, weil das Immunsystem schon stark gestresst ist. Kann man sich auf natürliche Weise schützen? Man kann:

1. Den Körper mit Wärme versorgen: Bei ständig kalten Füßen oder einem drohenden Infekt empfehlen sich warme Fußbäder am Abend.   Wer leicht Halsschmerzen bekommt, sollte einen Seidenschal tragen, vor allem nachts. Auch bei hartnäckigem Reizhusten oder Bronchitis sollte der Oberkörper warm gehalten werden. Trinken Sie heißen Hustentee.

2. Dem Körper Kraft geben: Ausreichend Schlaf, wenig Stress, die Vermeidung von körperlicher und seelischer Überanstrengung sowie eine positive Lebenseinstellung helfen den Abwehrkräften. Wenn eine Infektion im Anflug ist, ist Schlaf die beste Medizin.

3. Die Abwehr auf Trab bringen: Um mit den wechselnden Witterungen klar zu kommen, empfiehlt es sich, das Immunsystem zu trainieren. Sport, Sauna und kalt-heiß Duschen sind die optimalen Hilfsmittel.

4. Austrocknung der Luft vermeiden: Zu warme Räume trocknen die Schleimhäute aus und erhöhen dadurch die Infektanfälligkeit. Das Gleiche gilt, wenn die Luft zu trocken ist, wozu es schnell bei Stoßlüftung kommt, weil durch das anschließende Aufheizen der kalten Luft die Luftfeuchtigkeit sinkt. Abhilfe schaffen viele Grünpflanzen oder Luftbefeuchter.

5. Innere Wärme herstellen:  Warme Kost in Form von Suppen oder  Eintöpfen unterstützt das Immunsystem. Das gleiche gilt für durchwärmende  Tees. Auch ein warmer Orangensaft kann an einem Wintertag gut tun und liefert zudem noch Vitamin C.

6. Auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen achten, den sogenannten Mikronährstoffen, die das Immunsystem unterstützen. Es macht Sinn, ein solches Präparat für drei Monate einzunehmen, um die Depots im Körper optimal aufzufüllen und damit das Immunsystem wieder topfit zu machen. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten!

















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